Details
ISBN/EAN: 978-3-96054-012-0
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Originaltitel:
Ut av ilden
Ut av ilden
Übersetzer:
Gabriele Haefs
Gabriele Haefs
Erschienen am:
24.08.2016
24.08.2016
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
320 S.
320 S.
Format (T/L/B):
3 x 21 x 13 cm
3 x 21 x 13 cm
Hersteller:
Edition Nautilus GmbH
info@edition-nautilus.de
Schützenstraße 49a
DE 22761 Hamburg
Edition Nautilus GmbH
info@edition-nautilus.de
Schützenstraße 49a
DE 22761 Hamburg
Weitere Details
arrow_forward_ios
Beschreibung
Dieser Roman ist ein Wunder: eine schräge Satire auf den Literaturbetrieb, eine traurige Liebesgeschichte, lyrische Naturprosa - und das immer dunkler werdende Porträt eines Mannes, der sich durch Scham und Verdrängung tiefer und tiefer in seine Schuld verstrickt. Alexander Irgens, Norwegens Krimikönig, sind offenbar sowohl der Erfolg als auch der Alkohol zu Kopf gestiegen, als er und seine Geliebte Vilde nach einem opulenten Dinner mit elf Buchhändlerinnen in Lillehammer einen zudringlichen Fan krankenhausreif schlagen. Plötzlich will die Presse ihn nicht mehr zu seinem gerade erschienenen Roman befragen, sondern interessiert sich vor allem für den Skandal. Irgens lässt Vilde und auch seine Ehefrau Ada nach dem Tod ihrer Mutter zurück und unternimmt eine Buchvorstellungstournee in Island und Deutschland, die eher eine Flucht ist, auch eine Flucht vor sich selbst. Vom Erfolg korrumpiert, wird er von Ada und Vilde verlassen, sein Sohn kehrt sich von ihm ab. Gerade, als Irgens durch dieses Feuer geläutert scheint und im Begriff ist, eine Heimat zu finden und zudem mit dem größten Preis der Kriminalliteratur geehrt zu werden, holt ihn seine Vergangenheit ein. Und dieser Roman wird selbst zum Krimi
Über Ingvar Ambjørnsen
Ingvar Ambjørnsen, geboren 1956 in Tønsberg (Norwegen), arbeitete nach einer Setzerlehre als Gärtner und als Pfleger in der Psychiatrie und etablierte sich nebenbei rasch als einer der bedeutendsten Autoren Norwegens. Seit 1985 lebte er mit seiner Frau, der Übersetzerin Gabriele Haefs, in Hamburg. Sie übertrug auch seine Werke ins Deutsche: 1988 erschien 'Weiße Nigger' (Neuausgabe 2006), 1989 'Stalins Augen' (Neuausgabe 2003), 1990 'San Sebastian Blues', 1991 'Die mechanische Frau', 1992 'Der Mann im Schrank', 1993 'Das goldene Vakuum' und 1995 'Der letzte Deal'. 2012 erschien mit 'Den Oridongo hinauf' erneut ein Roman bei Nautilus. 2014 folgte 'Die Nacht träumt vom Tag', 2016 'Aus dem Feuer' und 2019 'Echo eines Freundes. Ein Elling-Roman'. Mit den Elling-Romanen gelangte Ingvar Ambjørnsen zu Weltruhm; die Verfilmung 'Elling' war 2002 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Elling-Romane wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und in über dreißig Sprachen übersetzt. Ingvar Ambjørnsen ist im Juli 2025 nach langer Krankheit in Norwegen gestorben.
Leseprobe
Na gut. Ich lasse den Motor an. Ich bin nicht sentimental. Ich denke mir, dass ich jetzt ganz einfach aus ihrem Leben fahre, noch dazu auf Aufforderung; hier heraus und hinein in etwas anderes, zuerst die Beerdigung, dann die Buchvorstellungen, danach wird sich schon ein Rat finden; das ist am Leben ja gerade so großartig, dass die vielen Details keine so große Rolle spielen, jedenfalls nicht, wenn man über die fünfzig hinausgelangt ist, dann sieht man ohnehin ein Stück weiter vorn in der Landschaft den Tod winken, wie eine Mutter, die an der Ziellinie mit heißem Kakao wartet. Ist das alles? Ist das so einfach? Ja, so einfach ist das.