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ISBN/EAN: 978-3-96170-078-3
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
460
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Beschreibung

Die Texte dieser Kollektivarbeit bewegen sich im Spielraum zwischen Interpretation und theoretischem Entwurf.
Das hier vorgestellte Konzept betrachtet im Anschluss an Hegel »Revolution in der Form der Künste«. Es richtet den Blick auf die Kunst des Realismus und der Aufklärung. Teil des Schwerpunktes ist das Verhältnis der deutschen Klassik zur europäischen Romantik, das – bisher kaum untersucht – auch im Peter Hacks folgenden Klassik-Verständnis seinen Ort bislang nicht gefunden hat.

Inhalt

Inhalt

Vorwort

Kap. I

Klassik, Romantik und die Revolution in der Form der Kunst.

  1. Die Revolution in der Form der Kunst: deutsche Klassik und europäische Romantik
  2. Kunst als ›Äußerung des Selbstbewusstseins der Menschheit‹
  3. ›Die Revolution in der Form des Gedankens‹ – ›die Revolution in der Form der Kunst‹
  4. Strukturelle Transformation. Formwandel und Weltanschauungsentwurf: Veränderungen in Philosophie und Kunst
  5. Die europäische Avantgarde der Künste

Kap. II

Wege ins Diesseits und seine Erkundung

Aufklärung und die realistische Linie der Künste

Das Licht der Aufklärung. Lichtmetaphorik und Lichtmetaphysik

Kap. III

Shakespeare

Theoretische Neugierde: das Theater als Ort experimenteller Welterkundung. Das Spiel der Kunst als Dramaturgie einer katastrophischen Zeit.

Kap. IV

Shakespeare – bedrohte Humanität

Interpretatorische Beispiele: Othello und Macbeth

Kap. V

Shakespeare als »Dichter der Natur« und Fanal der Moderne

Lessing als Vermittler Shakespeares

Kap. VI

Diesseitigkeit und Realismus

Die philosophische Bedeutung von Lessings Dramaturgie

  1. Die Frage nach Lessings geschichtlichem Ort
  2. Dramaturgische Prinzipien. Aristoteles, Shakespeare, Diderot – Realismus als ästhetische und ontologische Doktrin
  3. Philologische Miniaturen: Minna von Barnhelm, Nathan der Weise, Emilia Galotti
  4. Radikale Diesseitigkeit. Notiz zum philosophischen Status

Kap. VII

Wolfgang Amadé Mozart: Die Revolution in der Form der Musik

  1. Mozarts ästhetische Radikalität
  2. Eros, Agape, Freundschaft, Solidarität: der Komplex Liebe
  3. Così fan tutte: Drama eines Zusammenbruchs
  4. Don Giovanni: Befreiung als Deformation
  5. Le Nozze di Figaro: Sturmvogel der Revolution.
  6. Die Zauberflöte: Aufbruch und Neuanfang. Die Liebe als Daseinsprinzip

Kap. VIII

Die sieben Gesinnungen der großen Friedensfrau

Herders Briefe zur Beförderung der Humanität: Apologie und Universalität der Aufklärung. Die Linie zu Marx

Kap. IX

Klassik als Epochensumme und Utopie: Was heißt »deutsche Klassik« als Begriff der Künste?

  1. Die Klassik als Affirmation des Diesseits
  2. Schiller als tragischer Dichter

C. Dialektik in Faust und der Faustfigur

D. Faust und die Utopie

E. Die Revolution als Handlungsraum der Musik: Beethoven

Kap. X

Revolutionäre Romantik in England und Schottland

Ist denn, wo Winter herrscht, der Frühling fern?

  1. William Blake – Erbe der radikalen Tradition der englischen Revolution
  2. Robert Burns – Schottlands radikaler Volks- und Nationaldichter.
  3. William Wordsworth – von revolutionärer Gesinnung über den Rückzug ins Private zum konservativen Hofdichter
  4. George Gordon Byron und die »satanische Schule«

E, 1. Percy Bysshe Shelley – der erste Dichter des Weltproletariats

E, 2. Shelley: Ode to the West Wind – Naturgedicht und politische Bedeutung

E, 3. Shelley und Irland

  1. John Keats – Schönheit als Gradmesser der Humanität
  2. Emily Brontë – Heathcliff und die Vision einer klassenlosen Gesellschaft
  3. Joseph Mallord William Turner – das Gesicht der industriellen Revolution

Kap. XI

Der Roman als realistische Form

Zwischen Naturalismus und Epopöe

Mythos, Hybris und Weltkatastrophe. Zu Herman Melvilles »Moby-Dick; or, the White Whale«

Kap. XII

Die Künste in finsteren Zeiten

Kultur im Zeitalter des Imperialismus

  1. »Die Welt zerfällt, die Mitte hält nicht stand, die blutgetrübte Flut ist los, und sie ertränkt die Zeremonie der Unschuld allen Orts«
  1. Struktur des Bewusstseins.

Notizen zu einer anderen Dialektik der Aufklärung

  1. Revolutionäre Enttäuschung als historisches Existential
  2. Ästhetik des Schreckens: das Schreckliche und die Erfahrung der Gewalt
  3. Der Nihilismus als Epochensignatur. Physiognomien des Nichts: der Nihilismus als Erfahrung der Künste und des Denkens
  4. Heil und Unheil der Geschichte: in Bild und Begriff

Kap. XIII

Moderne Weltliteratur zwischen Barbarei und Sozialismus

Apologie des sozialistischen Realismus

  1. Brecht und der Kommunismus
  2. Widerstand und Hoffnungsspur. Zu Peter Weiss’ Die Ästhetik des Widerstands
  3. Jura Soyfers Wanderlieder – »der lichte Traum der Armen«
  4. Anna Seghers – Die Toten bleiben jung
  5. Seán O’Casey – ein Blick auf das postkoloniale Irland
  6. José Saramago – Prinzip Hoffnung und Landproletariat
  7. Almudena Grandes – Schreiben wider das Vergessen
  8. Hans Meier – Erzähler. Chronist der Zeitenwende und Meister der knappen Form
  9. Aktualität und Utopie. Das politische Gedicht als Weltliteratur, anlässlich der Flugschriften von Rudolph Bauer
  10. Die Stimme Afrikas

Kap. XIV

Neruda und die Zukunft

  1. Pablo Neruda – Vita und Werk
  2. GENOSSE PABLO – Eine poetische Montage in sechs Bildern

Bibliographie