Tentakel ausbilden - Cover
Vorbestellen
Neu

Details

ISBN/EAN: 978-3-946392-89-7
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2026
Sprache:
Deutsch
Umfang:
228 S.

Hersteller:
Gans Verlag
Ulrich Leinz
produktsicherheit@gansverlag.de
Heinrich-Heine-Straße 36
DE 10179 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios

Tentakel ausbilden

Pladoyer für queeres Denken

20,00 €

Noch nicht lieferbar

Artikel erscheint am 06.10.2026

Beschreibung

Persönliche Erfahrungen aus Dorfkindheit, queerer Selbstfindung und Literaturbetrieb verknüpft Alexander Graeff mit kulturkritischen, philosophischen und tierethischen Fragestellungen. Inspiriert von Donna Haraway entwickelt er ein tentakuläres Verständnis von Welt - anhand von Begegnungen mit Oktopoden, Quallen und Hunden - und hinterfragt binäre Ordnungen, heroische Narrative und hierarchische Menschenbilder. Ein literarisch eigenständiger Beitrag zu den Debatten um Queerness, Ökologie, Polykrisen und solidarische Formen des Zusammenlebens. Der Philosoph Volkmar Mühleis schreibt: Tentakel ausbilden bietet viele, viele Anregungen, mit persönlichen Erlebnissen und Herleitungen durchdrungen, ist immer flüssig zu lesen, ein mäanderndes Vergnügen. Der Oktopus als Begriffstier entspricht wegen seiner fluiden Form, seinen Tentakeln und seiner vermeintlichen Schwerelosigkeit, aber vielleicht auch deshalb unserer Gegenwart, weil wir aufgrund der weltweiten Krisen - Klima, Krieg, Kapitalismus, Faschismus - gezwungen sind zu tentakulärer Kooperation. Das ist es, was wir Menschen von Oktopoden lernen könnten. Denn auch wir wabern ja wie das Wort queer wabert, unser Bewusstsein ist wirbellos. Wenn wir den Abstand verringern zwischen ihm, dem Tier unserer Epoche, und uns selbst, lernen wir vielleicht mit Unsicherheit und Uneindeutigkeit von Welt und Selbst anders umzugehen. Wir würden Tentakel ausbilden, um unsere Mitwelt sensibel betasten und uns so untereinander verwandt machen zu können.