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Nationalsozialismus im Industriedorf

Die Ortschaft Lintorf im Gau Düsseldorf 1930-1945, Schriftenreihe des Stadtarchivs Ratingen 7, Reihe A

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783837508529
Sprache: Deutsch
Umfang: 192 S., zahlr. Abb.
Format (T/L/B): 1.5 x 22.5 x 16 cm
Auflage: 1. Auflage 2013
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Der Band beschreibt den Alltag in der NS-Diktatur am Beispiel der rheinischen Ortschaft Lintorf. Die geschilderten Vorgänge im Industriedorf - zwischen Düsseldorf und Duisburg gelegen - zeigen ebenso deutlich wie exemplarisch die Mechanismen von Herrschaft und Unterdrückung: Farbenfrohe Aufmärsche und Dorffeste wechselten sich ab mit Ausgrenzung und brutaler Gewalt. Politische Gegner, Zwangsarbeiter, Psychiatriepatienten wurden durch die örtlichen Machthaber misshandelt oder in Konzentrationslager verschleppt, engagierte Christen wurden öffentlich diffamiert, während zeitgleich Maifeiern, HJ-Liederabende oder fröhliche Erntedankfeste begangen wurden. Im April 1945 brach dieses doppelbödige System zusammen, und keiner wollte am Ende etwas von den Verbrechen gesehen oder gehört haben.

Autorenportrait

Bastian Fleermann, Dr. phil., M. A., wurde 1978 in Ratingen geboren und wuchs im Stadtteil Lintorf auf. Er studierte 1999 bis 2004 Geschichte, Rheinische Landeskunde und Volkskunde in Bonn und wurde 2006 promoviert. Seit 2007 arbeitet er in der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, die der Erforschung und Dokumentation der NS-Zeit in Düsseldorf und der Umgebung gewidmet ist; seit 2011 leitet er das Institut. Von ihm sind bisher unter anderem erschienen: "Die Gestapo Düsseldorf 1933-1945. Geschichte einer nationalsozialistischen Sonderbehörde im Westen Deutschlands" (gemeinsam mit Hildegard Jakobs und Frank Sparing), Düsseldorf 2012, "Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf" (gemeinsam hg. mit Angela Genger), Essen 2008, und "Jüdischer Alltag. Geschichte und Kultur der Juden im Bergischen Land von 1500 bis zur Gegenwart" (gemeinsam hg. mit Ulrike Schrader), Wuppertal 2009.