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ISBN/EAN: 978-3-8353-6164-5
Einband: gebundenes Buch
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Herausgeber:
Fritz Bauer Institut
Fritz Bauer Institut
Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Erschienen am:
16.09.2026
16.09.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
480 S.
480 S.
Hersteller:
Wallstein Verlag GmbH
info@wallstein-verlag.de
Geiststr. 11
DE 37073 Göttingen
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Auschwitz vor polnischen Gerichten
Ermittlungen, Urteile, Wirkungen, Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 15
46,00 €
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Beschreibung
Die erste umfassende Monografie über die polnischen Strafverfahren gegen Angehörige der Lagerbesatzung von Auschwitz-Birkenau. Nach dem Krieg wurden in Polen über 700 Personen wegen ihrer Tätigkeit im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz vor Gericht gestellt. Neben den Prozessen gegen Rudolf Höß, Arthur Liebehenschel und 39 weitere Angeklagte vor dem Obersten Nationaltribunal untersucht Andrea Rudorff erstmals auch die mehreren Hundert Strafverfahren vor den Bezirksgerichten, in denen die überwiegende Mehrheit der Beschuldigten 1948 verurteilt wurde. Darüber hinaus nimmt die Autorin die Vor- und Nachgeschichte der Prozesse in den Blick. Dabei untersucht sie insbesondere die Einbettung der polnischen Strafverfolgung in den internationalen Umgang mit Kriegsverbrechern nach 1945, die Bedingungen der Auslieferungen aus den deutschen Besatzungszonen sowie die schwierige Beweis- und Zeugensuche in der politisch und gesellschaftlich angespannten Situation im Nachkriegspolen. Ein spezielles Augenmerk liegt zudem darauf, wie die deutsche Gesellschaft in Ost und West die polnische Strafverfolgung wahrnahm. So legt Rudorff das bisher unbekannte Ausmaß der bundesdeutschen Rechtsunterstützung für Auschwitz-Täter offen und geht der Frage nach, welche Konsequenzen die polnische Strafverfolgung für die Verurteilten nach ihrer Rückkehr ins geteilte Deutschland hatte.