Beschreibung
Eine Frau, die sich über Konventionen, Dogmen und patriarchale Machtstrukturen radikal hinwegsetzt: als Frau, als Nonne, als Schriftstellerin, als Rebellin. In einem furiosen Selbstgespräch schlüpft Cristina Morales in die Haut der großen spanischen Mystikerin Teresa und erzählt ihr Leben neu. Als Tochter eines zum Christentum konvertierten jüdischen Kaufmanns trat sie 1535 mit 20 Jahren in ein Karmelitinnenkloster ein. Später gründete sie 17 Reformklöster, kämpfte gegen die Inquisition und schrieb Werke, die bis heute zu den bedeutendsten der christlichen Mystik zählen. Morales' Teresa ist keine Heilige im klassischen Sinne, sondern eine kluge, zornige, verletzliche und kämpferische Frau, die sich gegen die Zumutungen ihrer Zeit behauptet ¿ gegen die Kirche, gegen die Männer, gegen die eigene Familie. Eine Frau, die schreibt, weil sie muss. Weil Schweigen keine Option ist. Ein mitreißender Roman über Mystik und Macht, über Körper und Geist, über das Schreiben als Widerstand. Archaisch und modern zugleich, voller Ironie, Wut und Poesie: Letzte Tage mit Teresa von Ávila ist ein sprachliches Abenteuer, ein wilder Ritt durch die Geschichte einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.
Über Cristina Morales
Cristina Morales, geboren 1985 in Granada, studierte Rechts- und Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Sie verfasste mehrere preisgekrönte Romane und Kurzgeschichten. Als Dramatikerin hat sie u. a. für Sol Picó, Sara Molina und das Nationaltheater von Katalonien gearbeitet. 2019 gewann Morales als jüngste Autorin den Premio Nacional de Narrativa des spanischen Kulturministeriums; im Jahr 2021 wurde sie von der Zeitschrift Granta zu einer der besten Nachwuchsautor:innen Spaniens gewählt. Morales ist Tänzerin und Choreografin der zeitgenössischen Tanzkompanie Iniciativa Sexual Femenina, Executive Producer der Punkband At-Asko sowie Mitglied des Kollektivs BachiniBachini. Für ihren Roman Leichte Sprache erhielt sie 2022 den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt. www.iniciativasexualfemenina.es atasko.bandcamp.com Instagram: @bachini.bachini Friederike von Criegern ist Literaturübersetzerin und freie Dozentin für Literatur und Übersetzen. Sie promovierte über chilenische Lyrik und übersetzt Belletristik, Lyrik und Theater aus dem Spanischen, zuletzt Jorge Comensal, Floridor Pérez und Nona Fernández. Nach Aufenthalten in Peru, Chile und Argentinien lebt sie in Göttingen. Für ihre Übersetzung von Cristina Morales' Leichte Sprache aus dem Spanischen erhielt sie 2022 den Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt.
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