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Praxiswissen Angebote und Kalkulationen - inkl. Arbeitshilfen online
eBook - Rechtssicherheit von der Kundenanfrage bis zur Lieferung, Haufe Fachbuch
Beschreibung
Über Wolfgang H Riederer, Jörgen Erichsen
Leseprobe
Einzel- und Gemeinkosten
VonEinzelkostenspricht man, wenn man die Kosten direkt einem Produkt zurechnen kann. Dies ist in einem Produktionsbetrieb z. B. beim Material oder bei Fertigungslöhnen der Fall. Der Materialverbrauch kann mithilfe von Entnahmescheinen, die Löhne können mithilfe von Stundenaufschreibungen belegt werden. Weitere Einzelkosten können sein: Werkzeuge, die Sie sich nur für die Herstellung eines einzelnen Produktes anschaffen, Transportkosten für ein einziges Produkt, Versicherungen für ein einzelnes Produkt oder Energien, wenn Sie den Strom- oder Gasverbrauch, den ein Produkt verursacht, mit einem Zähler belegen können. Auch die Kosten für Werbung können Einzelkosten sein, wenn es sich um spezielle Maßnahmen für ein Produkt handelt. Dies ist in der Praxis eher selten der Fall und erfordert einen hohen Aufwand für die Trennung bzw. Zuordnung. Daher werden die Kosten für Werbung und Energien meist wie Gemeinkosten behandelt (siehe unten Mischkostenarten).
Nur in einem Einproduktunternehmen sind alle Kosten auch Einzelkosten, da diese ja nur entstehen, um ein Produkt herzustellen (vgl. auch Kapitel 2.5.1„Divisionskalkulation").
Gemeinkostensind alle Kosten, die einem Produkt nicht direkt zugerechnet werden können. Gemeinkosten fallen für die Herstellung und den Verkauf von mehreren oder allen Produkten an. Typische Gemeinkosten sind Gehälter, Sozialkosten, Mieten, Abschreibungen, Versicherungen, Abgaben, Steuern, Büromaterial, Zinsen, Werbung für mehrere Produkte, Reparaturen oder KFZ-Kosten. Oder einfacher ausgedrückt: Alle Kosten, die keine Einzelkosten darstellen, sind Gemeinkosten. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt vor allem bei größeren Betrieben oder Betrieben mit mehreren, organisatorisch getrennten Bereichen mithilfe von Kostenstellen und einem Betriebsabrechnungsbogen (siehe Kapitel 2.5.5„Zuschlagskalkulation - flexibles Verfahren für zahlreiche Branchen und Anwendungen"). Häufig gibt es aber einfachere Wege, um die Gemeinkosten ebenfalls hinreichend genau auf Produkte oder Leistungen zu verteilen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten werden Ihnen im Kapitel 2.5„Wichtige Kalkulationsverfahren" gezeigt.
Variable und fixe Kosten
Variable Kostenfallen nur an, wenn produziert oder eine Leistung erbracht wird. Wird die Produktion eingestellt, entstehen keine variablen Kosten mehr. Steigt die Produktionsmenge, steigen die variablen Kosten, fällt sie, fallen auch die variablen Kosten. Typische variable Kosten sind Materialien, Fertigungs- und Akkordlöhne oder Teile der Energiekosten (Verbrauch von Kilowattstunden). Wenn Sie auf Grund mangelnder Nachfrage Ihre Produktion für eine oder zwei Wochen einstellen, müssen Sie kein Material bestellen und es entstehen Ihnen keine weiteren Kosten.
Umgekehrt verhält es sich bei denFixkosten. Die Fixkosten bleiben zumindest über einen längeren Zeitraum konstant. Beispiele für Fixkosten sind Gehälter, Mieten, Versicherungen, Abgaben, Steuern, Reise- und Bewirtungskosten. Im Fall der beschriebenen Produktionseinstellung müssen Sie sowohl die Gehälter als auch Mieten oder Versicherungen weiterbezahlen. Auch Abschreibungen oder Zinsen sind Fixkosten. Der überwiegende Teil der Kosten eines Unternehmens sind Fixkosten. Sie lassen sich nicht kurzfristig beeinflussen.
Darüber hinaus gibt es Kostenarten, die weder vollständig fix noch vollständig variabel sind, dieMischkostenarten. Bestimmte Teile der Kosten sind abhängig vom Nutzungsverhalten, andere Teile nicht. Beispiele für Mischkostenarten sind Telefonkosten (die Grundgebühren sind fixe und die Einheiten variable Kosten, soweit Sie nicht über eine Flatrate verfügen), Energiekosten (Grundgebühren sind fixe und die Kilowattstunden sind variable Kosten) oder Instandhaltungskosten, bei denen häufig eine Art fixe Grundgebühr anfällt. Hinzu kommen die eigentlichen Instandhaltungsarbeiten, deren zeitlicher Abstand und Umfang von der Nutzungsintensität abhängt.
Inhalt
Vorwort
Kundenanfragen bearbeiten
- Wissen Sie, was der Kunde will?
- Können Sie die Leistung erbringen, die der Kunde wünscht?
- Können Sie sich den Auftrag leisten?
- Systematisieren Sie den Prozess der Angebotserstellung
- Was können Sie aus Ihren Angeboten lernen?
- Nicht ernst gemeinte Kundenanfragen erkennen
So kalkulieren Sie richtig
- Warum überhaupt kalkulieren?
- Diese Begriffe sollten Sie unbedingt kennen
- Wie setzt sich Ihr Angebotspreis zusammen?
- Welche Randbedingungenmüssen Sie im Vorfeld beachten?
- Wichtige Kalkulationsverfahren
- Verhindern Sie, dass nicht geplante Rabatte Ihren Gewinn aufzehren
- Nachkalkulation - So optimieren Sie Ihre Angebotskalkulation
- So ermitteln Sie Ihre Preisuntergrenzen
Angebote richtig erstellen - So kommen Sie ins Geschäft
- Kennen Sie die Rechtswirkungen von Angeboten?
- Noch gar kein Auftrag und schon Probleme?
- Der richtige Kunde: Trau, schau, wem
- Achtung: Ihr Angebot kann sofort Vertragsbestandteil werden
- Was in Ihrem Angebot immer enthalten sein muss
- Was immer in Ihrem Angebot enthalten sein sollte
- So rationalisieren Sie richtig mit AGB
- So strukturieren Sie mit Ihrem Angebot die spätere Auftragsabwicklung
Verhandlungen während der Angebotsphase
- Richtige Vorbereitung sichert den Erfolg
- So läuft Ihre Verhandlung optimal
- Top-Grundsätze für erfolgreiche Verhandlungen
Das Angebot wird angenommen
- Ist die Bestellung auch wirksam?
- Irren ist menschlich
- Auftragsabwicklung
Ihre Lieferung muss stimmen
- Die Wareneingangsprüfung
- Leistungserbringung festhalten: die richtige Abnahme
- Bei Mängelanzeigen Kundenbeziehungen erhalten
- Richtig auf Mängelrügen reagieren
Besondere Angebote
- Was Sie bei Exportgeschäften beachten müssen
- Beachten Sie die Zollbestimmungen
- Was Sie bei öffentlichen Ausschreibungen beachten müssen
- Besonderheiten des E-Commerce
Bau- und andere Werkleistungen
- Das zivile Bau- und Werkvertragsrecht
- Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
Glossar wichtiger Begriffe
Weiterführendes Schrifttum
Stichwortverzeichnis
E-Book Informationen
Alle hier erworbenen E-Books können Sie in Ihrem Kundenkonto in die kostenlose PocketBook Cloud laden. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass Sie von Ihrem PocketBook E-Reader, Ihrem Smartphone, Tablet und PC jederzeit auf Ihre gekauften und bereits vorhandenen E-Books Zugriff haben.
Um die PocketBook Cloud zu aktivieren, loggen Sie sich bitte in Ihrem Kundenkonto ein und gehen dort in den Bereich „E-Books“. Setzen Sie hier einen Haken bei „Neue E-Book-Käufe automatisch zu meiner Cloud hinzufügen.“. Dadurch wird ein PocketBook Cloud Konto für Sie angelegt. Die Zugangsdaten sind dabei dieselben wie in diesem Webshop.
Weitere Informationen zur PocketBook Cloud finden Sie unter www.meinpocketbook.de.
Allgemeine E-Book-Informationen
E-Books in diesem Webshop können in den Dateiformaten EPUB und PDF vorliegen und können ggf. mit einem Kopierschutz versehen sein. Sie finden die entsprechenden Informationen in der Detailansicht des jeweiligen Titels.
E-Books ohne Kopierschutz oder mit einem digitalen Wasserzeichen können Sie problemlos auf Ihr Gerät übertragen. Sie müssen lediglich die Kompatibilität mit Ihrem Gerät prüfen.
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