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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783442361076
Sprache: Deutsch
Umfang: 1088 S.
Format (T/L/B): 5.7 x 18.2 x 12.5 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Überzeugt, daß ihre große Liebe, der rothaarige Clanführer Jamie Fraser, in der blutigen Schlacht von Culloden 1746 gefallen ist, kehrt Claire Randall mit seinem Kind unter dem Herzen in ihre eigene Zeit, ins 20. Jahrhundert zurück. Es ist ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen. Als die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt ist, tritt Claire mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung erneut die gefährliche Reise durch den magischen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts an. Und tatsächlich findet sie Jamie - lebend! Aber ihre glühende, unermeßliche Liebe durch Zeit und Raum bleibt nicht lange ungestört. Denn Jamie hat sein Ziel - Unabhängigkeit für Schottland - nie aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht. So bleibt ihnen nur die Flucht - vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Werden sie all den finsteren Machenschaften entkommen, das sichere Ufer eines fernen Landes erreichen können?

Autorenportrait

Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans ihrer Romane wurden. Zuletzt wurde Gabaldons Highland-Saga unter dem Titel Outlander hochkarätig fürs Fernsehen verfilmt. Diana Gabaldon ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Scottsdale, Arizona.

Leseprobe

ERSTER TEIL Die Schlacht und die Liebe Leichenschmaus 16. April 1746 Er war tot. Andererseits tat ihm die Nase weh, was ihm unter den Umst?en seltsam erschien. Zwar vertraute er darauf, da?ihn sein Sch?pfer mit Verst?nis und Gnade empfangen w?rde, aber wie alle Menschen versp?rte auch er tief im Innern jene Spur von Schuld, die einen vor der H?lle zittern l?. Doch er hielt es f?r ziemlich unwahrscheinlich, da?sich die Qualen dort auf eine zerschlagene Nase beschr?ten.Der Himmel konnte dies allerdings auch nicht sein. Zum einen hatte er ihn nicht verdient. Zum anderen sah es hier nicht danach aus. Und zum dritten bezweifelte er, da?der Lohn der Seligen - ebensowenig wie der der Verdammten - in einer gebrochenen Nase bestand.Er hatte sich das Fegefeuer immer als d?steren Ort vorgestellt, und das r?tliche Licht, das ihn umgab, schien dazu zu passen. Sein Geist wurde allm?ich klarer, und langsam kehrte auch seine Denkf?gkeit zur?ck. Jetzt, so dachte er, m??e irgend jemand kommen und ihm sagen, wie das Urteil lautete, wie lange er f?r seine S?nden b??n mu?e. Aber ob er sich auf einen Teufel oder einen Engel einstellen sollte, wu?e er nicht. Sein Schullehrer hatte ihm nicht erkl?, wer dem Fegefeuer vorstand.W?end er wartete, versuchte er sich klarzumachen, welche Qualen ihm m?glicherweise bevorstanden. Hier und dort hatte er Schnitte, Wunden, blaue Flecken, und er war sicher, da?er sich den Ringfinger der rechten Hand - der so schwer zu sch?tzen war, weil er steif abstand - erneut gebrochen hatte. Aber das war alles nicht so schlimm. Was noch?Claire. Der Name schnitt ihm ins Herz und l?ste einen Schmerz aus, der heftiger war als alles, was er zuvor hatte ertragen m?ssen.G? es seinen K?rper noch, h?e er sich vor Pein zusammengekr?mmt. Als er Claire durch den Steinkreis schickte, hatte er gewu?, da?es so kommen w?rde. Geistige Qualen geh?rten wohl zum Fegefeuer dazu, und er war schon vorher davon ausgegangen, da?der Schmerz ?ber die Trennung die gr??e Strafe f?r ihn bedeuten w?rde - eine Strafe, die ausreichte, um ihn f?r alles b??n zu lassen, was er je getan hatte, Mord und Betrug eingeschlossen.Zwar wu?e er nicht, ob es erlaubt war, im Fegefeuer zu beten, aber f?r alle F?e wagte er einen Versuch. Lieber Gott, la?sie in Sicherheit sein. Sie und das Kind. Gewi?hatte sie den Steinkreis unbeschadet erreicht, denn im zweiten Monat der Schwangerschaft war sie noch schlank und flink auf den Beinen. Au?rdem ?erst entschlossen, eine Frau, die durchf?hrte, was sie sich in den Kopf gesetzt hatte. Aber ob sie auch den gef?lichen ?ergang zu dem Ort, von dem sie gekommen war, bew?igt hatte, w?rde er nie erfahren. Bei dieser Vorstellung war seine schmerzende Nase wahrlich nicht der Rede wert.Als er sich wieder an die Bestandsaufnahme seiner k?rperlichen Gebrechen machte, mu?e er zu seinem Entsetzen feststellen, da?ihm sein linkes Bein abhanden gekommen war. Er sp?rte es nicht mehr. Wahrscheinlich w?rde er es zu einem angemessenen Zeitpunkt zur?ckerhalten, entweder wenn er in den Himmel kam oder am Tag des J?ngsten Gerichts. Au?rdem kam sein Schwager Ian mit dem Holzbein ganz gut zurecht.Trotzdem, seiner Eitelkeit ging es gegen den Strich. Aber vielleicht ging es gerade darum, ihn von der S?nde der Eitelkeit zu befreien. Er bi?in Gedanken die Z?e zusammen und nahm sich vor, was immer auch kommen m?ge, mit gr??m?glicher Kraft und Demut zu ertragen. Aber gegen seinen Willen fuhr seine Hand (oder was er als Hand benutzte) suchend nach unten, um zu ertasten, wo sein Bein jetzt endete.Die Hand stie?auf etwas Hartes, und die Finger verfingen sich in feuchtem, verklebtem Haar. Erschreckt fuhr er auf und brach mit einiger M?he die angetrocknete Blutkruste auf, die auf seinen Augen lag. Die Erinnerung kehrte zur?ck, und er st?hnte. Er hatte sich geirrt. James Fraser befand sich doch in der H?lle. Aber leider war er nicht tot.Der K?rper eines Mannes lag quer ?ber ihm. Sein Gewicht lastete auf Jamies linkem Bein, und so war klar, weshalb er es nicht mehr