0
13,00 €
(inkl. MwSt.)

Noch nicht lieferbar

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783442360598
Sprache: Deutsch
Umfang: 1280 S.
Format (T/L/B): 4.9 x 18.3 x 12.5 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

North Carolina, 1770. In den Kolonien der Neuen Welt gärt es. Die Kluft zwischen den reichen Aristokraten Amerikas und der wachsenden Zahl von Siedlern, die ums nackte Überleben kämpfen, wird immer unerträglicher. Auch Jamie Frasers Traum von einer neuen Heimat ist bedroht. Denn Claire Randall, die Frau des 20. Jahrhunderts, kennt die Zukunft und weiß, dass der bittere Krieg um die Unabhängigkeit heraufzieht. Und ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe ihres Lebens stellen wird ...

Autorenportrait

Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans ihrer Romane wurden. Zuletzt wurde Gabaldons Highland-Saga unter dem Titel Outlander hochkarätig fürs Fernsehen verfilmt. Diana Gabaldon ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Scottsdale, Arizona.

Leseprobe

unt Helicon Kronkolonie North Carolina Ende Oktober 1770 Ich erwachte vom Regen, der auf die Zeltleinwand prasselte, und sp?rte den Kuss meines ersten Mannes auf den Lippen. Ich kniff orientierungslos die Augen zusammen und legte automatisch die Finger an meine Lippen. Um das Gef?hl festzuhalten oder um es zu verdecken?, fragte ich mich dabei. Jamie regte sich neben mir und murmelte im Schlaf, und seine Bewegung wirbelte eine neue Duftwolke aus den Zedernzweigen unserer Bettunterlage auf. Vielleicht hatte ihn der Geist im Vor?berziehen aufgest?rt. Ich blickte stirnrunzelnd in die leere Luft vor unserem Feldquartier. Verschwinde, Frank, dachte ich streng. Drau?n war es immer noch dunkel, doch der Nebel, der vom feuchten Boden aufstieg, war perlgrau; nicht mehr lange bis zur D?erung. Nichts regte sich, weder innen noch au?n, doch empfand ich deutlich ein Gef?hl ironischer Belustigung, die wie eine kaum sp?rbare Ber?hrung auf meiner Haut lag. Sollte ich denn nicht zu ihrer Hochzeit kommen? Ich konnte nicht sagen, ob sich die Worte von selbst in meinen Gedanken gebildet hatten oder ob sie ? und der Kuss ? schlicht das Produkt meines Unterbewussten waren. Mein Verstand war beim Einschlafen immer noch mit Hochzeitsvorbereitungen befasst gewesen; kein Wunder, dass ich aus einem Hochzeitstraum aufgeschreckt war. Von Hochzeiten und Hochzeitsn?ten. Ich gl?ete den zerknitterten Musselin meines Nachthemdes, und mir war unangenehm bewusst, dass es bis zur Taille hochgeschoben war und dass meine Haut nicht nur vom Schlaf ger?tet war. Ich konnte mich nicht konkret an den Traum erinnern, der mich geweckt hatte, nur an ein konfuses Durcheinander aus Bildern und Gef?hlen. Vielleicht war es ja auch besser so. Ich drehte mich auf den knisternden Zweigen um und dr?te mich dicht an Jamie. Er war warm und roch angenehm nach Holzrauch und Whisky mit einer schwachen Note nach verschlafenem Mann, wie der Grundton eines nachhallenden Akkordes. Ich reckte mich, ganz langsam, und kr?mmte meinen R?cken, so dass mein Becken gegen seine H?fte stie? Wenn er fest schlief oder nicht in Stimmung war, war die Bewegung sacht genug, um unbemerkt zu bleiben; wenn nicht ? Er schlief nicht fest. Er l?elte schwach, die Augen nach wie vor geschlossen, und seine gro? Hand glitt langsam ?ber meinen R?cken, um sich mit festem Griff auf meinem Hintern niederzulassen. ?Mmm??, brummte er. ?Hmmmm.? Er seufzte und sank entspannt wieder in den Schlaf, ohne mich loszulassen. Beruhigt kuschelte ich mich dichter an ihn. Jamies unmittelbare k?rperliche N? war mehr als ausreichend, um den Nachhall meiner Tr?e zu vertreiben. Und Frank ? wenn es denn Frank war ? hatte schlie?ich Recht. Wenn es m?glich gewesen w?, h?e sich Brianna die Anwesenheit beider V?r bei ihrer Hochzeit gew?nscht, dessen war ich mir sicher. Ich war jetzt hellwach, doch im Bett war es viel zu gem?tlich, um mich zu bewegen. Drau?n regnete es; es war zwar nur Nieselregen, aber die Luft war so kalt und feucht, dass mir das gem?tliche Nest aus Decken einladender vorkam als die entfernte Aussicht auf Kaffee. Vor allem, da die Herstellung des Kaffees einen Marsch zum Bach erforderte, um Wasser zu holen, woraufhin das Lagerfeuer in Gang gebracht werden musste ? o Gott, das Holz w?rde feucht sein, selbst wenn das Feuer nicht vollst?ig erloschen war ? und schlie?ich der Kaffee in einer Handm?hle gemahlen und aufgebr?ht werden musste, wobei mir feuchtes Laub um die Kn?chel wehen und mir die Tropfen von den B?en in den Halsausschnitt gleiten w?rden. Ich erschauerte bei dieser Vorstellung, zog mir das Oberbett ?ber die nackte Schulter und widmete mich stattdessen in Gedanken wieder der Liste meiner Vorbereitungen, bei der ich eingeschlafen war. Speisen, Getr?e? gl?cklicherweise brauchte ich mir darum keine Sorgen zu machen. Jamies Tante Jocasta w?rde sich um alles Notwendige k?mmern, oder vielmehr w?rde ihr schwarzer Butler Ulysses es tun. Hochzeitsg?e ? kein Problem. Wir befanden uns inmitten der gr??en Z Leseprobe