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ISBN/EAN: 978-3-0340-1795-4
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
336 S.

Hersteller:
Chronos Verlag AG
info@chronos-verlag.ch
Zeltweg 27
CH 8032 Zürich


Importeur:
GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung Göttingen GmbH & Co. KG
info@gva-verlag.de
Postfach 2021
DE 37010 Göttingen

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Inlandsadoptionen in der Schweiz im 20. und 21. Jahrhundert - Zäsuren, Praktiken, Biografien

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Beschreibung

Die Geschichte der Inlandsadoptionen in der Schweiz ist bislang kaum erforscht. Diese Studie untersucht, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Handeln von Behörden und Adoptionsvermittlungsstellen auf adoptierte Menschen und ihre leiblichen Eltern ausgewirkt haben, und legt dar, wie sich diese Mechanismen im Zeitraum von 1922 bis 2017 verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Kindeswohl bei Fremdplatzierungsentscheiden lange nicht im Zentrum stand. Ledige ­Mutterschaft wurde stigmatisiert und uneheliche Kinder erhielten von Gesetzes wegen einen Beistand. Behörden betrachteten Ein­elternfamilien als defizitär und gaben deshalb viele Kinder verheirateten Paaren zur Pflege oder zur Adoption. Die Frage, was solche biografischen Brüche mit Kindern, Müttern und Vätern machen, wurde kaum gestellt. Die ­Interviewanalysen zeigen, dass sich die Betroffenen oft als Objekt des Behördenhandelns wahrnahmen. Die mit diesem Handeln verbundenen normativen Vorstellungen und subtilen Zwangsmomente hallen in ihrem ­Leben nach - insbesondere, wenn die Kenntnis der biologischen Verwandten oder der Kontakt zu ihnen unterdrückt wurde.