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ISBN/EAN: 978-3-0340-1590-5
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2020
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Erschienen am:
15.10.2020
15.10.2020
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
280 S., 9 s/w Illustr., 9 Illustr.
280 S., 9 s/w Illustr., 9 Illustr.
Format (T/L/B):
2.5 x 23 x 16.5 cm
2.5 x 23 x 16.5 cm
Hersteller:
Chronos Verlag
info@chronos-verlag.ch
Eisengasse 9
CH 8008 ZÜRICH
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Von der paternalistischen Fürsorge zu Partizipation und Agency
Der gesellschaftliche Wandel im Spiegel der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik
38,00 €
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Beschreibung
Der beschleunigte soziale Wandel prägt nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch die Disziplinen, die sich theoretisch und praktisch mit seinen Folgen auseinandersetzen. Soziale Arbeit und Sozialpädagogik haben sich in den letzten hundert Jahren stark verändert. Die vorliegende Publikation vereint Beiträge von Autorinnen und Autoren aus der Schweiz und aus Deutschland, die verdeutlichen, welchem historischen Wandel Vorstellungen von Familie, Kindheit oder Erziehung unterworfen waren und wie diese Vorstellungen auf die Professionen zurückwirkten. Im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die soziale Frage von Öffentlichkeit und Staat aufgegriffen wurde, zielten Armengesetzgebungen und fürsorgerische Massnahmen noch auf die Disziplinierung von 'liederlichen Personen' - so wurden Menschen ohne Arbeit und Perspektive oft genannt. Behörden massen Familien an bürgerlichen Sittlichkeitsvorstellungen. Kinder und Jugendliche, deren Eltern von Armut betroffen waren oder dem propagierten Familienideal nicht entsprachen, wurden in Heimen und Anstalten platziert. Der Alltag in den Heimen war von harter Arbeit, Körperstrafen und einer rigiden Disziplinierung geprägt. Die pädagogischen Ideen der Aufklärung waren weit in den Hintergrund gerückt. Erst in den 1920er-Jahren professionalisierte sich die Fürsorge durch das Wirken bürgerlicher Pionierinnen allmählich. Die gesellschaftlichen Reformbewegungen der 1960er-Jahre, besonders die Frauen- und die Jugendbewegung, führten zu einem weiteren Theorie- und Methodenschub und zu tief greifenden Veränderungen in der Praxis.
Über Susanne Businger, Martin Biebricher
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Soziale Arbeit, Institut für Kindheit, Jugend und Familie. Sie forscht zur Kinder- und Jugendhilfe und zur Geschichte Sozialer Arbeit.