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ISBN/EAN: 978-3-0340-1126-6
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2012
1. Auflage 2012
Erschienen am:
22.11.2012
22.11.2012
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
312 S.
312 S.
Format (T/L/B):
2.7 x 24.6 x 16.8 cm
2.7 x 24.6 x 16.8 cm
Hersteller:
Chronos Verlag
info@chronos-verlag.ch
Eisengasse 9
CH 8008 ZÜRICH
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Dramaturgien der Wirklichkeit
Dokumentarfilme im Theater, Materialien des ITW Bern 13
52,00 €
inkl. MwSt.
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Beschreibung
Die Wirklichkeit ist durchdrungen von dramaturgischen Erzählmustern. Parallel dazu verschwinden Mythen und Utopien aus dem Theater und wandern in die Medien ab. Zeitgenössische Theateraufführungen verwenden dokumentarische Filmstoffe und Dokumentarfilme nutzen theatrale Formen: Dramaturgien sind austauschbar. Das Buch liefert eine Methodik, die das Beziehungsgefüge zwischen theatralen Phänomenen im Alltag, ihrer medialen Verwertung im Dokumentarfilm und der Transformation dieser Dokumentarfilme auf dem Theater klärt. Ausgangspunkt des dramaturgischen Vergleichs bilden zwei Dokumentarfilme, die als Vorlage von Theaterinszenierungen dienten: Die Dekonstruktion des nationalen Mythos eines gefallenen Skihelden; die verkaufte Utopie der idealen Stadt als Shopping-Mall. Am 8. Dezember 2001 stürzt der Skirennfahrer Silvano Beltrametti bei der Abfahrt in Val-dIsère und ist seither querschnittgelähmt. Ein Jahr nach seinem Unfall strahlt das Schweizer Fernsehen den Dokumentarfilm 'Silvano Beltrametti - Mit kleinen Siegen zurück ins Leben' aus. Der Film zeichnet das Bild eines Optimisten, der trotz Behinderung im Herzen ein Sportler bleibt. 2004 bringt das Theaterkollektiv 400asa den Dokumentarfilm auf die Bühne und hinterfragt mit der Aufführung 'B. Ein Stück über Sport und Behinderung' den nationalen Mythos des gefallenen Helden. Doch nicht nur in der Welt des Sports können dramaturgische Wirkungsstrategien nachgewiesen werden. Harun Farocki zeigt in seinem Dokumentarfilm 'Die Schöpfer der Einkaufswelten' den inszenatorischen Gestaltungsprozess, der der Entstehung einer Shopping-Mall vorausgeht. In der gleichnamigen Theaterinszenierung versetzt Tom Kühnel die akribische Planung der Malls ins maoistische China und verkehrt die Utopie der idealen Einkaufsstadt in ein buntes Spektakel.